Häuser umweltfreundlich isolieren mit Glaskügelchen

Aus Deutschland kommt ein neues Material, das umweltschonend und rezyklierbar ist. Dabei isoliert es ähnlich gut wie herkömmliche Dämmungen aus Kunststoff.

Das Entwicklungsteam wurde mit seiner Erfindung 2020 für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Das neue Dämmsystem funktioniert mit «Glass Bubbles» – winzig kleine Glaskügelchen, nur 10 bis 200 Mikrometer gross. Die kleinsten sind mit einem Durchmesser von einem Hundertstel Millimeter etwa fünfmal kleiner als ein menschliches Haar. Die Glashülle ist nur etwa ein Mikrometer dünn! Die unzähligen Glaskügelchen, die rund die Hälfte des Dämmstoffs ausmachen, lassen kaum Wärme durch. Sie sind in ein ebenfalls neues mineralisches Material eingebunden. Die Isolationswirkung des Systems ist ähnlich gut wie bei Kunststoffplatten aus Polystyrol (EPS, XPS).

Links: Wie ein Schaum wird die graue Masse auf eine Backsteinwand gespritzt. Rechts: Palette mit Säcken von Maxit
Der Glass-Bubble-Dämmstoff wird mit Druckluft aufgespritzt. Als Maxit «Ecosphere» soll der Dämmstoff bald in ganz Europa erhältlich sein. (Fotos: Deutscher Zukunftspreis)

Weniger Handarbeit

Auf der Baustelle lässt sich der Glass-Bubble-Dämmstoff effizient einbauen: Mit Druckluft wird eine Schicht von bis zu 15 Zentimeter auf die Wand gespritzt. Die Hersteller rechnen damit, dass künftig jede zehnte Aussendämmung und jede vierte Innendämmung mit Glass-Bubbles ausgeführt werden könnte.

Vorteile für die Umwelt

Der neue Dämmstoff ist schon in der Herstellung umweltschonender als vergleichbare Materialien. Denn das verwendete Bindemittel wurde ebenfalls neu entwickelt und verursacht in der Produktion nur geringe Mengen an Treibhausgasen. Nach der Nutzungszeit geht es ins Recycling: Die Schicht lässt sich abtrennen und das Material wird zerkleinert. Anschliessend an eine Wärmebehandlung kann es erneut als hochwertiger Binder verbaut werden.

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