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Was für Wärmepumpen gibt es?

Bei einem Neubau oder einer Renovation wird oft die Frage nach der am besten geeigneten Wärmepumpe gestellt. Unser Überblick listet die wichtigsten Arten von Wärmepumpen auf, samt Vorteilen und Nachteilen.

Luft-Wasser-Wärmepumpe vor Einfamilienhaus

Ob Erde, Wasser oder Luft: Für jedes Element gibt es die passende Wärmepumpe. Weil jede Wärmepumpe den grössten Teil der Energie aus der Umgebung gewinnt, sind Wärmepumpen-Heizungen besonders effizient. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Einfamilienhaus, ein Mehrfamilienhaus oder ein Bürogebäude beheizt wird.

Die wichtigsten Arten von Wärmepumpen

Im Wesentlichen unterscheidet man fünf Arten von Wärmepumpen.

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Wärme wird der Umgebungsluft entzogen und auf Wasser übertragen.

  • Vorteile: Luft-Wasser-Wärmepumpen sind unkompliziert, rasch eingebaut und günstig im Betrieb. Weil sie Wasser erwärmen, kommen sie als Ersatz für Bodenheizungen wie auch für Gebäude mit Radiatoren infrage.
  • Nachteil: An besonders kalten Wintertagen ist die Effizienz nicht optimal – aber immer noch viel besser als bei Elektro-, Gas- oder Ölheizungen.

Sole-Wasser-Wärmepumpe

Erdsonden-Wärmepumpen holen Wärme aus dem Erdboden. Eine frostsichere Flüssigkeit (Sole) zirkuliert in Bohrlöchern, die mehrere hundert Meter tief sein können. Die Wärmeenergie wird auf Wasser übertragen.

  • Vorteile: Sole-Wasser-Wärmepumpen sind ausserordentlich effizient und halten sehr lange, die in den Untergrund gebohrten Erdsonden sogar 50 bis 80 Jahre. Die Betriebskosten sind günstig dank dem sehr tiefen Stromverbrauch.
  • Nachteil: Sonden-Bohrungen erfordern eine grössere Anfangsinvestition.

Luft-Luft-Wärmepumpe

Die Wärme wird der Umgebungsluft entzogen und auf Luft übertragen. Man spricht auch von Klimageräten oder Klimaanlagen mit Heizmodus.

  • Vorteile: Luft-Luft-Wärmepumpen wärmen Räume mit warmer Luft und können die Temperatur schnell dem Bedarf anpassen. Aufwändige Leitungsinstallationen sind nicht notwendig. Da es sich um Klimageräte handelt, ist auch das Kühlen im Sommer sehr unkompliziert.
  • Nachteil: An besonders kalten Wintertagen ist die Effizienz nicht optimal – aber immer noch viel besser als bei Elektro-, Gas- oder Ölheizungen.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Als Wärmequelle dient ein Wasserreservoir wie ein See oder Grundwasser. Am Anfang steht eine grössere Investition, die sich besonders für grosse Wärmeproduktion bezahlt macht, zum Beispiel in Wärmezentralen, die ganze Quartiere oder Areale versorgen.

  • Vorteil: Sehr effiziente Wärmegewinnung.
  • Nachteil: Die Nutzung von Grund- oder Seewasser ist nicht überall möglich.

Wärmepumpen-Boiler

Ein Wärmepumpen-Boiler, auch Warmwasser-Wärmepumpe genannt, nutzt Luft in der Umgebung als Wärmequelle, meist im Technikraum oder im Keller. Die Luft im Gebäude wird dabei gekühlt und gleichzeitig getrocknet.

  • Vorteile: Im Vergleich zu einem Elektroboiler spart man zwei Drittel Energie. Auch ist in vielen Kellern die Kühlung und die Unterstützung beim Wäschetrocknen willkommen.
  • Nachteil: Nicht überall ist genügend Platz im Keller vorhanden. In diesem Fall ist zu prüfen, ob ein Anschluss nach draussen möglich ist, was die Effizienz im Winter etwas vermindert.

Kühlen mit der Wärmepumpe

Das Klima in der Schweiz erwärmt sich schneller als im weltweiten Durchschnitt. In Zukunft werden wir darum mehr Hitzetage und Tropennächte haben. Da kommt es gelegen, dass man Wärmepumpen im Sommer auch zum Kühlen verwenden kann. Das funktioniert mit Erdsonden-Wärmepumpen besonders effizient. Das Erdreich ist im Sommer kühler als die Wohnräume, so dass es sehr wenig Energie braucht, um eine Wohnung mit Bodenheizung ein oder zwei Grad abzukühlen.

Wann ist welche Wärmepumpe am besten?

Je nach Gebäude und Umgebung eignen sich gewisse Wärmepumpen besser als andere. So ist das Bohren von Erdsonden nicht überall erlaubt. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen ist darauf zu achten, dass die Betriebsgeräusche niemanden stören. Je nach Platzverhältnissen auf dem Grundstück, auf dem Dach oder im Keller ist die Auswahl von Geräten eingeschränkt. Nur ganz selten ist eine Wärmepumpenheizung nicht möglich, zum Beispiel bei Gebäuden unter Denkmalschutz. Je länger je mehr gibt es aber auch Lösungen für in der Stadt.

Kältemittel

Bei jeder Art von Wärmepumpe sollte man sich über das eingesetzte Kältemittel erkundigen, denn es ist für die Energieeffizienz wie auch für die Umweltfreundlichkeit entscheidend.

Fördergelder

Zudem solltest du dich früh um mögliche Fördergelder für die geplante Wärmepumpe kümmern. Dabei hilft dir die Plattform www.energiefranken.ch, wo alle Schweizer Förderprogramme gesammelt werden. Lass dir von allen Anbietern bestätigen, dass sie die Kriterien für die Förderprogramme erfüllen. Vereinbare mit der ausgewählten Heizungsfirma, wer zuständig ist, die Fördermittel zu beantragen.

Beratung für den Heizungsersatz

Für Kundinnen und Kunden von EKZ bietet die EKZ-Energieberatung neutrale Beratungen rund um den Heizungsersatz an.